The Fighter

USA 2010; 115 min; DF;
Regie: David O. Russell; Drehbuch: Scott Silver Paul Tamasy,;
Lowell, ein Industrie-Kaff in Massachusetts. Zerrüttete Familienverhältnisse, Drogen, und das Hoffen auf ein wenig Glamour und Erfolg. Micky Ward (Mark Wahlberg, „Boogie Nights“, „The Departed“), der seinen Lebensunterhalt mit dem Pflastern von Strassen verdient, träumt von einer Boxer-Karriere. Doch nichts läuft rund. Sein Halbbruder Dicky (Christian Bale), früher selbst ein gefeierter Boxer, ist für Mickys Training verantwortlich. Doch nach Drogenexzessen und Schlägereien landet er im Gefängnis. Auf Drängen von Freundin Charlene (Amy Adams) trennt sich Micky von seiner Familie und versucht, ohne Mutter Alice, die bis anhin seine Managerin war, und ohne Halbbruder seinen Weg zu gehen. Regisseur David O. Russell (Three Kings) vertraut bei der Inszenierung der aufwühlenden Geschichte von The Fighter ganz auf das Talent seiner überragenden Schauspieler, die sich mit vollem Körperseinsatz in ihre Rollen gestürzt haben. Besonders die Darbietung von Christian Bale als leicht ausgemergelter und stets angespannter Drogensüchtiger ist von unvergleichlicher und beinahe schon schmerzhafter Eindringlichkeit. Sein Boxer-Drama „The Fighter" trägt den mittlerweile gesellschaftlich legitimierten Prügelsport in die Arbeiterklasse zurück und schließt so an Genre-Klassiker wie John G. Avildsens „Rocky" oder Martin Scorseses „Wie ein wilder Stier" an. Wir Meinen: «The Fighter» ist ein packendes Boxerdrama, das vor allem durch die eindringlichen Schauspielerleistungen begeistert - ein Sportlerfilm mit überraschend wenig Sport und viel zwischenmenschlichem Drama.