Raving Iran

CH/IR 2016; 84 min; OmdU;
Regie: Susanne Regina Meures;

„Blade & Beard, das wird einige Herren in der Behörde gar nicht amüsieren.“ Iranisches Ministerium für Kultur und islamische Führung, 2014: Anoosh und Arash, ein Techno-DJ-Duo mit dem Künstlernamen Blade & Beard, versuchen eine Genehmigung der Regierung für ihre neue CD zu erlangen. Gar nicht einfach in einem Land, in dem die Regierung streng über die Sittsamkeit der Musik wacht. Tanzveranstaltungen mit elektronischer Musik sowie die Veröffentlichung entsprechender Tonträger sind prinzipiell verboten und so haben Anoosh und Arash keinen leichten Stand. Die Dokumentation „Raving Iran“ ist der Abschlussfilm der deutschen Regisseurin Susanne Regina Meures an der Zürcher Hochschule der Künste. In dem Film begleitet sie das iranische DJ-Duo Anoosh und Arash. Die Realisation des Films war keinesfalls einfach, die Film-Aufnahmen im Iran mussten verdeckt stattfinden und so sind große Teile des Films mit einer unauffälligen Touristenkamera gedreht. Auch wurde extra für die Filmaufnahmen ein Hemd angefertigt, in dem eine Handykamera versteckt werden konnte. Gerade diese Bedingungen unterstreichen umso mehr, wie prekär die Situation von Anoosh und Arash ist. „Raving Iran“ ist allerdings nicht nur ein Film über die Underground-Musik-Szene im Iran, über Raves und über den Einfluss eines politischen Systems. Er erzählt vielmehr auch über die Freundschaft zweier junger Männer, die sich die Frage stellen müssen, wie weit sie gehen wollen, um ihren Traum zu verwirklichen.

Wir meinen: Nutzt die Chance, diesen ausgezeichneten Film auf der großen Leinwand zu sehen!

Raving Iran in der IMDB

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