Good Time

USA 2017; 101 min; OmdU;
Regie: Benny Safdie, Josh Safdie;

Als Nick (Benny Safide) und Connie Nikas (Robert Pattinson) den von ihnen geplanten Bankraub in die Tat umsetzen wollen, begeht der geistig eher langsame Nick einen massiven Fehler und bringt so eine ganze Reihe von unglücklichen Ereignissen ins Rollen. Jetzt liegt es an Connie, diese Situation wieder geradezubiegen.

„Good Time“ ist eine echte Achterbahnfahrt. Der Film schlägt Haken, hat einen ungemeinen Mut zu tiefen Abgründen und schafft durch seine Optik eine außergewöhnlich real wirkende sensorische Erfahrung. Der dreckige, halb-dokumentarische Look und der treibende Soundtrack von Oneohtrix schließen nahtlos an„Heaven Knows What“ an, den letzten Film aus der Feder der Safdie-Brüder .

Aber abseits der technischen Aspekte, bietet „Good Time“ im Kern auch einige glorreiche Casting-Entscheidungen. So erweist sich zum Beispiel Robert Pattinsons Casting als Volltreffer. Es ist unfassbar mit welcher Grandezza der ehemalige Glitzer-Vampir hier einen rücksichtslosen Kleinkriminellen darstellt, der alles tun würde, um seinem Bruder zu helfen. Auch der Rest des Casts gibt immer wieder abstoßend-schöne Leistungen ab: Von Regisseur Benny Safide selbst als Connies bemitleidenswerter Bruder, bis hin zu Jennifer Jason Leigh, die erneut ihr Können beweisen darf. Alle passen in die finstere Welt von „Good Time“ hinein und bilden einen durch und durch glaubwürdigen Mikrokosmos.

Wir meinen: Wer Robert Pattinson seine Altlasten noch nicht vergeben hat, darf sich in diesem gnadenlos temporeichen Thriller gerne von seinen Vorurteilen lösen.

Good Time in der IMDB

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