The Killing of a Sacred Deer

UK, IR,USA 2017; 121 min; OmdU;
Regie: Yorgos Lanthimos;

Es beginnt alles sehr harmonisch. Eine vierköpfige Familie lebt in der amerikanischen Vorstadt, die Eltern sind erfolgreiche Ärzte und die Kinder wohlerzogen. Der Vater Steven (Colin Farrell) kümmert sich sogar nebenher noch selbstlos um den 16-jährigen Halbwaisen Martin (Barry Keoghan). Dessen Vater bei einer von Steven durchgeführten Herzoperation gestorben ist.

Die – zumindest oberflächliche – Harmonie zu Beginn verschwindet Schritt für Schritt als Martin immer aufdringlicher wird und schließlich offenbart, was er eigentlich mit Steven und seiner Familie vorhat. Nach dem anfänglichen Vorstadtidyll entwickelt sich der Film immer mehr zu einer Tragödie nach griechischem Vorbild. Und wer diese Literaturgattung auch nur ein bisschen kennt, weiß: es wird Tote geben.

Wir meinen: Ein sehr beklemmender, düsterer und auch sadistischer Film im Rahmen einer mythischen Rachegeschichte, über den man kontrovers diskutieren kann. Wer sich davon nicht abschrecken lässt, bekommt ein Glanzstück des modernen Autorenkinos geboten, das in Cannes den Preis für das beste Drehbuch abräumte.

The Killing of a Sacred Deer in der IMDB

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