Tehran Taboo

IRAN 2017; 96 min; OmdU;
Regie: Ali Soozandeh;

Ein Wohnblock in der iranischen Hauptstadt Teheran. Hier leben Pari und ihr fünfjähriger Sohn Elias, dessen Vater im Gefängnis sitzt und weder die Scheidungspapiere unterschreibt noch Unterhalt zahlt. So schlägt sich Pari als Prostituierte durch.

Gleich nebenan lebt Sara mit Mann und Schwiegereltern. Diese warten sehnlichst darauf, dass Sara schwanger wird; Sara hingegen möchte endlich arbeiten gehen.

Auch der Musiker Babak ist einer der Nachbarn. Weil seine Musik nicht den Vorstellungen der Behörden entspricht, darf diese nicht veröffentlicht werden. Dabei braucht Babak dringend Geld, um die Jungfräulichkeit einer One-Night-Stand Bekanntschaft wiederherstellen zu lassen.

In seinem Debütfilm veranschaulicht Ali Soozandeh die Doppelmoral einer Gesellschaft, die vorgibt nach strengem Sittenkodex zu funktionieren und in der Sex, Drogen, Abtreibung und Prostitution ein großes Tabu sind. Gerade diese Tabus stehen im Zentrum des Films und werden durch die individuellen Schicksale der Hauptcharaktere beleuchtet.

Wir meinen: Besonders die verwendetete Rotoskopie-Technik macht den Film absolut sehenswert!

Tehran Taboo in der IMDB

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