Vice

USA 2018; 132 min; OmdU/DF;
Regie: Adam McKay; Drehbuch: Adam McKay,;

Als alteingesessener White-House-Veteran wittert Dick Cheney (Christian Bale) seine Chance, als der unerfahrene Bush Junior (Sam Rockwell) ihn um Hilfe bittet: Der 2001 ins Amt tretende POTUS ist maßlos überfordert und braucht dringend einen Vize mit Händchen für – naja, eigentlich alles, was in den Aufgabenbereich eines Präsidenten fällt. Da kommt es ihm gerade recht, als Cheney anbietet neben dem leeren Titel des Vizepräsidenten auch die Handhabung einiger „Alltagsgeschäfte“ zu übernehmen. Darunter Nebensächlichkeiten wie Außenpolitik, Kriegsführung und die Restaurierung einer farbenfrohen Palette an Foltermethoden.

Doch nicht nur diese Amtszeit leuchtet „Vice“ hervorragend aus, sondern auch seinen vorhergehenden politischen Werdegang. Der junge Dick ist Anfang der Sechziger Studienabbrecher und verdient sich seinen Unterhalt zunächst mit dem Verlegen von Stromleitungen, doch seine Frau Lynne (Amy Adams) ist weitaus ambitionierter und hat für ihn – unter anderem, da sie ihre eigenen Chancen als Frau in der Politik zeitgemäß als recht geringfügig einschätzt – weitaus größere Pläne, denen Cheney schwört gerecht zu werden. Als Protegé des skrupellosen Donald Rumsfeld (Steve Carell) macht er erste Erfahrungen im Weißen Haus, die seinen Charakter und Arbeitshaltung in späteren Ämtern, unter anderem Stabschef, Abgeordneter und Verteidigungsminister, prägen werden.

Wie schon in „The Big Short“ (2015) gelingt es Regisseur Adam McKay durch kreative Schnitte und unkonventionelle Stilmittel ein auf den ersten Blick trockenes Thema ansprechend und frisch zu verfilmen.

Wir meinen: Nicht nur die phänomenale Präsentationsweise, sondern auch Christian Bales transformative Schauspielleistung, heben diesen Film aus der Masse vergessenswerter Biografien heraus!

Vice in der IMDB

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